Sportbootführerschein Binnen


Amtliche Fahrerlaubnis zum Führen von Sportbooten (unter Motor oder Segel/Surfen) unter 15 Meter Länge (ohne Ruder und Bugspriet) auf den Binnenschifffahrtsstraßen. Vorgeschrieben für Fahrzeuge unter Motor mit mehr als 15 PS, auf dem Rhein 5 PS

Zulassung
- 16 Jahre (Motor), 14 Jahre (Segeln/Surfen)
- keine fachlichen Voraussetzungen, zum Einstieg geeignet
- ärztliches Zeugnis
- Bei Minderjährigen: Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters
- 18 Jahre und älter: Vorlage eines gültigen Kfz Führerscheins oder Führungszeugnisses

Die theoretische Prüfung besteht aus einem Fragebogen und ggf. einer mündlichen Prüfung. Ausreichende Kenntnisse
• des Binnenschifffahrtsrechts
• der Seemannschaft
• der Wetterkunde und
• der Fahrzeugführung (Segel-, Motorboot, Surfbrett)
sind nachzuweisen

In der praktischen Prüfung müssen die theoretischen Kenntnisse auf einem Sportboot umgesetzt werden. Es sind verschiedene Manöver und Knoten vorzuführen.

Der Sportbootführerschein Binnen (Motor) kann im Anschluss an den Erwerb des Sportbootführerschein See mit einem geringen zeitlichen und finanziellen Aufwand gemacht werden. Mit dem frischen Wissen aus der Prüfung zum Sportbootführerschein See reduziert sich der Lernbedarf auf wenige Stunden. Die Kosten bleiben gering, weil Inhabern des Sportbootführerscheines See die praktische Motorbootausbildung nebst Prüfung erlassen werden.
Aus diesem Grund werden die Sportbootführerscheine See und Binnen (Motor) oft im Paket erworben, ergänzt durch eine Segelausbildung.

Auf den meisten deutschen Binnenseen besteht aber auch für Segelboote eine Führerscheinpflicht. Um hier dem Sport nachgehen zu können, wird der amtliche Sportbootführerschein Binnen (Segel) oder ein amtlich anerkannter Segelschein (z. B. der früher ausgestellte A-Schein) benötigt.
Mit einem Sportbootführerschein für Küsten- oder Seegewässer darf auf Binnengewässern nicht gesegelt werden.