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Funkzeugnis

Für viele die „nur segeln oder nur Motorboot fahren“ wollen, ist es oft schwer verständlich, warum ein Funkzeugnis fast noch wichtiger ist als der Führerschein.
Auf den meisten Schiffen und Booten ist ein Funkgerät ebenso selbstverständlich wie ein Handy an Land. Denken Sie bitte an die Alarmierung in Notfällen oder die Schiffslenkung die von Land aus erfolgt und bei der auch Yachten angesprochen werden.
Um an dem 1999 eingeführten Seenot – und Sicherheitsfunkverkehr, dem GMDSS, teilnehmen zu können, musste früher lediglich ein Crewmitglied an Bord einer Yacht im Besitz des jeweiligen Funkscheines sein. Durch die Änderung der seeverkehrsrechtlichen Vorschriften vom August 2005 müssen die Führer von Sportfahrzeugen ihre Befähigung zur Teilnahme am mobilen Seefunkdienst und am mobilen Seefunkdienst über Satelliten entsprechend der funktechnischen Ausrüstung des Sportfahrzeugs nachweisen.
Sobald ein Funkgerät an Bord ist, muss der Schiffsführer ein Funkzeugnis besitzen, völlig unabhängig davon, ob das Funkgerät benutzt wird. Denn 2005 sind Funkzeugnisse auch für die Sportschifffahrt zur gesetzlichen Pflicht geworden. Wer ohne Funkzeugnis ein Boot mit Funkgerät führt, kann hart bestraft werden. Funkrecht und auch die Funkzeugnispflicht sind international einheitlich.
Als angehender Bootsführer sollte man immer auch das passende Funkzeugnis erwerben. Es gibt drei verschiedene Funkzeugnisse für die Sportschifffahrt.


Fahrtbereich Funkzeugnis Gehört zum
Binnen UKW-Sprechfunkzeugnis Binnenschifffahrt (UBI) SBF - Binnen
12 sm Zone UKW-Funkbetriebszeugnis
(SRC)
SBF – See und SKS
Hohe See Weltweit Allgemeines Funkbetriebszeugnis (LRC) SSS und SHS -Schein



Auf See ist das Funkgerät das wichtigste Hilfsmittel im Notfall. Aber auch schon bevor es zu einem Notfall kommt, wenn die Sicherheit eines Schiffes oder einer Person bedroht ist, muss eine Rettungsleitstelle über Funk informiert werden. Nur mit einem Funkgerät kann man eine direkte Verbindung zu anderen Schiffen und zu den einschlägigen Einrichtungen an Land (“Küstenfunkstellen”) herstellen.
Weil im Stress der genaue Schiffsort oftmals nicht übermittelt werden kann, sind Funkgeräte an einen GPS-Navigator angeschlossen. Im Notfall muss dann nur noch die rote Alarmtaste gedrückt werden.
Auch auf Binnenschifffahrtsstraßen wird der gesamte Schiffsverkehr über Funk geregelt. Zum Schleusen, beim Überholen, beim Wechsel der Fahrwasserseite, beim Begegnen usw. wird das Funkgerät eingesetzt. Daher haben alle großen Binnenschiffe mindestens zwei, oftmals drei oder mehr Funkgeräte an Bord. Und Hilfe wird im Notfall auch über Funk organisiert.