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Kleine Führerscheinkunde

Wer in Deutschland ein Motorboot mit mehr als 15PS führen möchte (auf dem Rhein gilt nach wie vor die 5PS Regelung), benötigt eine amtliche Fahrerlaubnis. Dies gilt sowohl auf den Binnenwasserstraßen als auch auf den Seeschifffahrtsstraßen. Sportbootführerscheine sind in Deutschland und mittlerweile fast überall in Europa vorgeschrieben.

Im Laufe der Jahre wurde das Führerscheinwesen reformiert, der Deutsche Motoryachtverband (DMYV) und der Deutsche Seglerverband (DSV) haben nun einheitliche, amtliche Führerscheine.
Das war früher anders. Bis Ende der 60er Jahre gab es ausschließlich Segelscheine des DSV. Im März 1967 wurde der erste amtliche Sportbootführerschein eingeführt und am 1. Oktober 1998 löste schließlich der Sportküstenschifferschein den letzten DSV-Schein ab. Alle amtlichen Scheine enthalten das Internationale Zertifikat der UN.
In Deutschland besteht innerhalb der 3sm Zone eine Führerscheinpflicht. Jenseits der 3sm Zone gibt es im deutschen Küstenmeer keine Führerscheinkontrollen. Wer jedoch einen Unfall verursacht ohne eine entsprechende Qualifikation für das betreffende Fahrtgebiet zu besitzen, muss mit straf- und versicherungsrechtlichen Konsequenzen rechnen. Dies gilt als grobe Fahrlässigkeit und hat in der Regel den Verlust des Versicherungsschutzes zur Folge.


Welcher Führerschein wofür?

Fahrtbereich Amtlicher Führerschein
Binnen Sportbootführerschein Binnen
3sm Zone Sportbootführerschein See
12sm Zone Sportküstenschifferschein
Europa Sportseeschifferschein
Weltweit Sporthochseeschifferschein



Im Folgenden finden Sie eine Übersicht zu den amtlichen Bootsführerscheinen, den Funkbetriebszeugnissen sowie dem seit kurzen wieder möglichen Fachkundenachweis für Seenotmittel (den sogenannten kleinen Pyroschein).

Führerscheine